UNSERE AKTIONEN

ÜBER 6.550 STUNDEN 
ENGAGEMENT FÜR VIELE 
TOLLE HILFSAKTIONEN 

In den ersten Stunden der Corona-Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck hatten wir zunächst die Themen Einkaufshilfe und Kinderbetreuung im Fokus. Doch die unterschiedlichsten Hilfegesuche führten sehr schnell dazu, dass sich immer wieder neue Hilfsbereiche und verschiedene Aktionsthemen aufgetan haben, für die wir jeweils ein Team zusammen gestellt haben. Unser Anspruch war und ist es, für jeden Hilfe-Bedarf eine passende Lösung zu finden nach dem Motto: "Geht nicht: gibt's nicht!" Ein Auszug aus den größten Aktions-Themen wollen wir hier vorstellen...

KINDERBETREUUNG FÜR ÄRZTE UND PFLEGEKRÄFTE

Damit unsere Ärzte und Pflegekräfte trotz Schließung von Schule, Kita und Hort weiterhin möglichst flexibel in den verschiedenen Diensten und Schichten arbeiten können, haben wir eine private, richtlinienkonforme Kinderbetreuung organisiert - zunächst für das Kreisklinikum, aber bald auch für die Mitarbeiter in strukturrelevanten Berufen anderer Einrichtungen. 485 Stunden Kinderbetreuung konnten wir auf die Beine stellen, wobei teilweise Freundschaften für's Leben entstanden sind....

Anfang April wurden plötzlich die medizinischen Schutzkittel knapp - weder bei den Krankenhäusern noch bei den Seniorenheimen und Pflegediensten kamen die bestellten Einweg-Materialien an, die aber dringend notwendig waren, um Quarantäne- und Schutzvorgaben einzuhalten. Daher setzten wir einen dreistufigen Produktionsprozess auf - Zuschnitt, Overlock-Nähen und Schrägband-Finalisierung - um insgesamt 1.533 waschbare Baumwoll-Kittel herzustellen, die sämtliche medizinische Auflagen erfüllten. Über 60 Näherinnen verarbeiteten hierbei 1,8 Tonnen Stoff-Spenden, die aus dem gesamten Landkreis bei uns eingingen. Die Bedarfsmeldungen an Schutzkitteln der einzelnen Einrichtungen wurden uns vom Katastrophenschutz des Landratsamtes übermittelt.  

XXL-NÄH-AKTION "SCHUTZKITTEL"

Damit Personen aus den Risikogruppen wie empfohlen zu Hause bleiben können, müssen Einkäufe und Besorgungen anderweitig organisiert werden. Egal, ob Supermarkt, Getränkehandel, Apotheke oder Drogerie: über 1.690 mal waren unsere Helfer unterwegs, damit es den Betroffenen zu Hause an nichts fehlt. 

EINKAUFS-SERVICE

Nachdem Senioren in den Wohnheimen wochenlang keinen Kontakt mehr zu ihren Angehörigen haben konnten, wurden den Heimen von Unternehmen Tablets gespendet, um den Senioren zumindest ein Videotelefonat zu ermöglichen. Doch schnell zeigte sich, dass die Benutzung einer üblichen Videotelefonie-Plattform für Senioren und Angehörige, sowie die Koordination der Endgeräte durch die Pflegekräfte eine enorme Herausforderung darstellen. Deswegen konzipierten wir eine Online-Plattform, die nicht nur die Videotelefonie für alle Beteiligten kinderleicht, intuitiv und ohne vorherige Installation spezieller Software machte, sondern gleichzeitig auch die Verwaltung der Endgeräte in den Einrichtungen simpel und übersichtlich koordinierte. Durch die Akquise eines Sponsors, der das Konzept nach unseren Vorgaben programmiert hat, konnte das Online-Portal realisiert werden - bis heute wird es fleißig genutzt!

ONLINE-PLATTFORM FÜR VIDEO-TELEFONIE

Vor Corona konnten Besucher in den Seniorenheimen zu den Besuchszeiten nach Belieben kommen und gehen. Doch nun plötzlich muss jeder einzelne Besuch koordiniert sein: von der Unterweisung in die Hygiene-Regeln über die Erfassung in Besucherlisten bis zum koordinierten Einlass in Besucherräume entstand ein unfassbarer Aufwand zum Schutz der Bewohner. Um die Personalüberlastung ein wenig abzupuffern, unterstützen ehrenamtliche Helfer und übernehmen tageweise den Besucherdienst. 

BESUCHER-KOORDINATION IN SENIORENHEIMEN
TELEFONATE GEGEN DIE EINSAMKEIT

Manche Menschen, gerade alleinstehende Senioren, waren zur Hochzeit der Pandemie oftmals wochenlang allein zu Hause und drohten zu vereinsamen. Diesen Menschen haben wir einen Telefon-Paten zugeordnet, der sich zweimal pro Woche telefonisch Zeit genommen hat, um in aller Ruhe ein wenig zu ratschen. In über 280 Helfer-Stunden wurden viele spannende Lebensereignisse ausgetauscht und ein bisschen Leben und Abwechslung in den einsamen Alltag der Senioren getragen. Viele Telefon-Patenschaften halten bis heute an.

DRUCKSERVICE SCHULUNTERLAGEN

Home-Schooling bedeutete überwiegend, dass Lehrer Arbeitsblätter per Mail an ihre Schüler verschickten, die diese zu Hause bearbeiten sollten. Doch was machen Schüler, deren Familien zu Hause weder Computer noch Drucker zur Verfügung haben? Damit auch diese Schüler nicht auf der Strecke bleiben, haben wir jeweils Helfer in der Nähe gefunden, die Unterlagen ausdrucken, Informationen weiter geben und auch anderweitig behilflich sind, wenn irgendetwas in puncto Schule "klemmt".

Viele Senioren und Risikopatienten haben große Angst, zu Pandemiezeiten die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Gleichzeitig reicht die schmale Rente jedoch auch nicht für Taxi-Fahrten. Daher bringen unsere Helfer Senioren kostenlos zum Arzt, zur Pediküre oder zum Frisör.

FAHRSERVICE FÜR RISIKOPATIENTEN

Während der Pandemie wurden viele Regeln und Vorgaben teilweise im Wochentakt geändert - Unsicherheit und Unwissenheit waren oftmals die Folge, worunter vor allem unsichere, weniger wortgewandte oder überforderte Mitmenschen dann zu leiden hatten. Unser Motto ist hierbei immer: "Geht nicht: gibt's nicht!" Und so haben wir in stundenlangen Telefonaten nach Hausärzten gefahndet, die bereit waren, einen Hausbesuch zu machen, haben mit Schuldirektoren und Kita-Leitungen die rechtmäßige Aufnahme in die Notbetreuung geklärt, haben Haushaltshilfen und Pflegedienste vermittelt, Badewannen-Lifte organisiert, Pflegegrad-Einstufungen in die Wege geleitet, Ergebnisse von verschollenen COVID19-Tests erforscht, haben uns stundenlang für bettlägerige Menschen in die 116 117-Hotline gehängt, einen Gassi-Partner für die Hunde von Quarantäne-Patienten organisiert und vieles andere mehr. Dabei hat sich das Motto "Geht nicht: gibt's nicht!" zum Glück immer bewahrheitet.

HILFE BEI ORGANISATORISCHEN HERAUSFORDERUNGEN 

Auch wir haben mit unseren Helfern Alltagsmasken genäht - große, kleine, einfarbige und bunte, nach verschiedensten Schnittmustern... Bei 2.000 Stück haben wir zu zählen aufgehört. Doch dann wurde uns durch das THW ein großer Ballen an medizinischem Fließstoff von Minister Aiwanger geliefert. Dadurch liefen nochmal alle Nähmaschinen heiß: in häuslichen "Produktionsstraßen" wurden weitere 1.790 medizinische Masken hergestellt... Beliefert haben wir den Katastrophenschutz, Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime, Arztpraxen, Pflegedienste, Hospizdienste und diverse weitere soziale Einrichtungen. 

NÄH-AKTION ALLTAGSMASKEN / MEDIZINISCHE MASKEN
TIPPS GESUCHT...

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